Blog Helena Krenn

Seelenruhe

Seit der Antike kreist das philosophische Denken um die Frage nach dem guten Leben und der inneren Seelenruhe und darum, die Aufgabe einer gelungenen menschlichen Existenz als Individuum und als aktiv gestaltender Teil der Gesellschaft zu meistern. Die Vermeidung von Leid und die Erlangung des Seelengleichgewichts in einer krisenhaften Welt sind Themen und Herausforderungen, die aktueller sind denn je zuvor.

Mehr innere Gelassenheit könnte dabei helfen, die Komplexität der Situation besser einzuordnen, zu verstehen und eine gelassenere Antwort zu finden.

Ruhig zu sein hat meiner Meinung nach viel mit emotionaler Weisheit zu tun: Darunter gehört auch die Erkenntnis des eigenen Nichtwissens – Scio nescio – wie wir es von Sokrates kennen, die innere Vorbereitung auf das Unvermeidliche, wie Schmerz und Tod, oder die Fähigkeit, „sich in der Kunst des geglückten Augenblicks zu üben“.

Die Seelenruhe darf körperlich gespürt werden, z.B. beim Tai Chi, Yoga oder auch der Kalligrafie geht es darum, ganz einfache Bewegungen immer wieder zu wiederholen, so lange bis sie sich tatsächlich in den eigenen Körper eingeschrieben haben. Die Ruhe wird körperlich erfahrbar gemacht, so kann ein ausgeglichenes Selbst durch konstante Pflege und Übung erreicht werden.

Ich übe immer noch….

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